claudia    marie   wiedeck

(unterstrichene Begriffe in gelb sind für weitere Informationen verlinkt).


 

Guinea liegt etwas nördlich des Äquator an der Küste von Westafrika. Mit einer Fläche von 250.158 qkm (zum Vergleich D: 237.121 qkm) hat das Land rund 10 Mio Einwohner (zum Vergleich D: 81.903 Mio).

Das Bruttoinlandsprodukt betrug pro Einwohner 473 US$ (in Vergleich dazu D: 43.742 US$) (2007).

 

1958 erlangte das Land die Unabhängigkeit von Frankfreich. Der Wahlspruch des Landes ist "Travail, Justice, Solidarité", die Amtssprache französisch.  

Offizielle Staatsform von Guinea ist die Präsidialrepublik mit demokratischen Wahlen. Der letzte blutige Militärputsch fand vor 3 Jahren statt. Fotografieren ist seit einigen Jahren erlaubt, das Fotografieren öffentlicher Einrichtungen wie Hafen, Polizei, Militär weiter verboten.

Das Klima ist tropisch feuchtheiss, etwas trockener im Landesinneren auf den hoch gelegenen Regionen. Regenzeit ist von April bis November. Alle Bilder auf meiner HP wurden in der Trockenzeit aufgenommen.

In Guinea leben etwa 20 Völker; die drei größten sind Fulbe (40%), Malinke (30%) und Susu (20%). Religion ist zu etwa 90% der sunnitische Islam, 5% traditionelle Naturrelgionen und 5% Christen.

Die Analphabetenrate beträgt etwa 56%, auf dem Land liegt sie weitaus höher. Organisationen wie POM (Programme Alimentaire Mondial) verbinden die Essensausgabe - eine Schüssel Reis mit einem Löffel Sauce - mit dem verpflichtenden Schulbesuch. Die Kinder lernen schreiben, lesen und die Grundbegriffe der Gesundheitsfürsorge.

 

Die mittlere Lebenserwartung beträgt 42 Jahre. Die Chirurgische Versorgung ist mangelhaft, Labormedizin beinahe unbekannt. Tuberkulose und Malaria gehören zu den häufigsten Erkankungen. Die geschätzte HIV-Rate betrug 2005 1,5 % der erwachsenen Bevölkerung, ca. 4,2 % der Schwangeren und ca. 40 % der Prostituierten.

Durch fehlende chirurgische Behandlungsmöglichkeiten führen auch einfachere Erkrankungen wie Leistenbrüche und Schilddrüsenerkrankungen zu großen Problemen. Ein großes Problem sind vaginale Fistelbildungen bei Frauen nach schweren Geburten oft bei frühen Schwangerschaften sehr junger Mädchen, erschwert häufig durch Narbenbildung nach genitaler Beschneidung der Mädchen.

Mango - Medizinische Aktionen in Guinea e.V.unterstützt satzungsgemäß die Gesundheitsfürsorge ländlicher Gebiete Guineas . Dieses soll vor allem durch Entsendung medizinischer Teams erreicht werden.

 

Unser letzter Einsatz fand Anfang 2013 mit 2 Teams über insgesamt 6 Wochen statt. Das bedeuet 5 Wochen medizinische und chirurgische Versorgung in Zentral Guinea. 

Der nächste findet ab 17. Januar 2014 statt.


 

->  Reise- und Sicherheitsbestimmungen des Auswärtigen Amtes  


 

-> Impfungen / Prophylaxen: 

 

Guinea ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. In den vergangenen Jahren wurden zwischen 10-20 Gelbfieberfälle pro Jahr bestätigt, meist aus dem Grenzgebiet zur Elfenbeinküste. Für die Einreise nach Guinea muss eine gültige Gelbfieberimpfung nachgewiesen werden. -> Aufklärungsblatt Gelbfieberimpfung.

An weiteren hämorrhagischen Fiebern sind Dengue- und Lassa-Fieber möglich, aber glücklicherweise selten. Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit hunderten bis mehreren tausend Fällen pro Jahr auf.

Der Gesundheitsdienst des Auswärtige Amtes empfiehlt als Standardimpfungen für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diptherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Meningokokken-Krankheit (ACWY), Hepatitis B und Tollwut empfohlen. 

Malaria gehört zu den häufigsten Erkrankungen in Guinea. Es herrscht ein ganzjähriges hohes Malariarisiko, insbesondere auch für die Malaria tropica.

Bilharziose(Schistosomiasis) kann durch Süßwassergewässer im gesamten Land übertragen werden; das Baden im Süßwasser sollte daher vermieden werden.

 

->  Weitere Informationen:

auf der HP der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e. V. sowie dem Forum Reisen und Medizin e. V. und dem Robert-Koch-Institut.